Aktuelles

 
Januar 2013: Marin hat mich zum "2nd Natural Propulsion Seminar" eingeladen. Dort behandelte ich in einer Powerpoint-Präsentation das Thema "Ship propulsion by renewable energies available at sea, especially about some innovations for utilisation of wind and waves". Während in den übrigen 5 Referaten einzelne Schiffprojekte (meist mit Segelantrieb)vorgestellt wurden, war es mein  Anliegen, das energetische Potential von Sonne, Wind und Wellen im direkten Vergleich vor Augen zu führen. Neu war offenbar für die meisten der 108 Zuhörer, dass die Wellen das weitaus größte Potential aufweisen, die praktische Umsetzung als Schiffsantrieb aber noch ganz in den Anfängen steckt.

Für mich war es neu, dass die Vertreter eines Wind-Zusatzantriebes nach wie vor auf Segel (einschl. des Rotationssegels - Flettner-Rotor) setzen - Windturbinen werden nicht in
Betracht gezogen. Damit ist auch die 
Tradition verbunden, die Leistung der Segel durch deren Vortrieb (gemessen in "Newton") zu definieren. Ich habe den Verdacht, dass mit dieser traditionellen Berechnung der Kraft ein Schutzraum für den Segelantrieb geschaffen wird. Würde man ihren Beitrag ebenfalls als Leistung ausdrücken, würden sie sehr viel schlechter dastehen. Nur ein Referent (DeVries) hat dies getan und u.a. ermittelt, dass Flettner-Rotoren nur wenig über 1% der Treibstoffes eines konventionellen Dieselantriebes einsparen. (Die Powerpoint-Präsentationen sind auf der Internetseite von Marin abrufbar)

Oktober 2013: Aus einigem zeitlichen Abstand kann ich die obigen Ausführungen so verallgemeinern: Die Entwicklung von Ökoschiffen kann man ingenieurmäßig angehen - dieses Vorgehen habe ich auf der Tagung in Wageningen kennengelernt - oder physikalisch - das ist eher mein Ding. Bei ersterem engagieren sich entweder Solarfachleute, oder Fachleute für Windenergie oder Fachleute für Wellenkraftwerke. Entsprechend einseitig ist dann die energetische Grundlage der 
jeweiligen Schiffsentwürfe. Diese 
Spezialisten interessieren sich auch nicht für das Gesamt-Energie-Angebot auf dem Meer, um zuerst einmal abzuschätzen, was denn überhaupt möglich ist und ob das auch nur entfernt mit den bisher üblichen Leistungen der Schiffsantriebe aufgrund fossiler Brennstoffe konkurrieren kann - das ist nämlich mein Zugang, den ich als "physikalisch" bezeichnen möchte. Erst dann kommt man nämlich u.a. zu dem Ergebnis, dass Ökoschiffe nur dann eine Chance haben, wenn sie alle Energiequellen auf dem Meer nutzen und nicht nur eine oder bestenfalls zwei, und dass man ohne eine effektive Energiespeicherung nicht auskommt.

Mit solchen Überlegungen bin ich in Wageningen offenbar nicht verstanden worden - nur ein alter emeritierter Physikprofessor hat mich im persönlichen Gespräch in meinem Vorgehen bestärkt.

Ich werde das Projekt "Öko-Trimaran" erst einmal ruhen lassen - vielleicht meldet sich ja mal jemand mit weiterführenden Ideen zur Realisation.
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